Der Aufsteiger versteckte sich nicht, sondern spielte mutig mit. In der ersten Viertelstunde hatte Naunheim einige Torchancen, insbesondere Nadine Birk, die unbedrängt über das Tor schoss. Die nächste Viertelstunde war es umgekehrt und der Aufsteiger zeigte mit munterem Drang zum Tor seine Reife für diese Liga. Julia Ladislav überlief die Abwehr und der Ball fand aus spitzem Winkel, für Torhüterin Michaela Licari unhaltbar, den Weg ins obere Eck zur 1:0-Führung (26.). Die Gäste ließen sich nicht beirren und bestürmten ihrerseits das Tor. Den Ausgleich fast mit dem Halbzeitpfiff besorgte Anna Hartmann mit einem ähnlichen Treffer unhaltbar hoch in den Winkel.

In der zweiten Halbzeit kamen die Zuschauer weiter auf ihre Kosten. Torszenen auf beiden Seiten häuften sich, doch die Treffsicherheit ließ zu wünschen übrig. Die beste Chance hatte die Heimelf in der 56. Minute. Torhüterin Licari wehrte einen strammen Schuss mit dem Fuß ab, der Nachschuss ging jedoch hoch über den Kasten. Kurz vor Schluss hatte Naunheim nochmal eine dicke Chance zur Führung als Torhüterin Lisa Kaletsch den Ball nicht festhalten konnte. Katharina Spangenberg reagierte, doch ihr Nachschuss blieb in Weimars Abwehr hängen. So blieb es beim 1:1, mit dem beide Teams zufrieden sein konnten.

Die TuS-Frauen taten sich in der ersten Hälfte gegen den Tabellenletzten schwer. Kinzenbach hatte die Devise „erst mal kein Gegentor“ ausgegeben. Naunheim dominierte zwar die Partie, aber Kinzenbachs Abwehr hielt stand. Der eifrige Naunheimer Sturm kam zwar trotzdem mehrfach vors Tor, doch spätestens bei Torhüterin Denise Dörfler, der herausragenden Spielerin des Tages, war Schluss. Sie schien die Bälle förmlich anzuziehen. Die Heimelf setzte mehrfach die schnelle Franziska Linzke in Szene, doch fand sie in ihren eigenen Reihen dann keine Abnehmerin.

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Die TuS-Frauen zeigten dem Tabellennachbarn gleich, dass sie heute den Sieg einfahren wollen und beherrschten das Spielgeschehen. 

Das 1:0 fiel in der 22. Minute. Katharina Spangenberg stand in der Spitze und nahm den präzisen Steilpass von Lea Bienert auf, lief allein aufs Tor zu und ließ der Marburger-Torhüterin keine Chance. Diese stand immer wieder recht weit vor ihrem Kasten, so dass die TuS-Frauen es einerseits mit Hebern andererseits mit strammen Schüssen Richtung Tor probierte, doch erfolglos.

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