In Abwesenheit des bisherigen Vorstandssprechers Alfred Sigl, begrüßte Mike Best die erschienenen Mitglieder. Zunächst erhoben sich die Anwesenden und gedachten der Verstorbenen.  
Mike Best und seine Mitstreiter im Vorstandsteam durften dann vielen langjährigen Mitgliedern für ihre Vereinstreue danken und Ehrennadeln und Urkunden überreichen.

Die Ehrungen:

Für 70 Jahre wurden Werner Keller und Alfred Schäfer geehrt, Friedel Rühl erhielt ein Präsent für 75 Jahre Treue zum Verein.

Das Vorstandsteam teilte sich nun die Versammlungsleitung und konnte zunächst berichten, dass ausweislich des Kassenberichtes das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen wurde. Während die Mehreinnahmen an Beiträgen, die übrigens in voller Höhe in die Vereinsheimrenovierung eingeflossen sind, durch den Rückgang der Spenden und die Verminderung der Zuschüsse relativiert wurden, konnte insbesondere bei den Einnahmen der Fußballer bei den Heimspielen zugelegt werden.

Leider war auch zu berichten, dass die Umsetzung des Projekts „Kunstrasen“ ins Stocken gekommen ist. Nach einer mittlerweile vorliegenden Kostenschätzung ist der vom Verein zu tragenden Anteil, nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Bezuschussung, in einem unzumutbaren Bereich. Im Vorstandsteam herrscht Einigkeit darüber, dass eine den Mehrspartenverein auf Jahre finanziell einschränkende Verschuldung in dieser Höhe nicht tragbar ist. Für diese Haltung gab es eine deutliche Unterstützung durch die Versammlung. Trotzdem habe man das Projekt noch nicht aufgegeben und suche nach anderen Wegen, um den Sportlern eine vernünftige, zeitgemäße Sportanlage anzubieten.

Bei den Neuwahlen konnte für den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Alfred Sigl, er will sich in Zukunft ausschließlich der Führung der Fußballabteilung widmen, kein Ersatz
gefunden werden. Die übrigen Mitglieder des Vorstandsteams erklärten sich bereit, weiter ihre Vorstandsaufgaben wahrzunehmen. Von der Versammlung wurden einstimmig bestätigt:
Anne Schieferstein, Katharina Spangenberg, Lena Hinkel, Gudrun Keller, Mike Best, Walter Keller.

In einer intensiv und konstruktiv geführten Aussprache beschäftigte sich die Versammlung mit der zukünftigen Ausrichtung des Vereins. Hierbei wurde deutlich, dass der Verein sein vielschichtiges Angebot aufrechterhalten will.  Breitensport und Jugendarbeit sollen weiterhin im Fokus stehen. Die Vertreter des Vorstandsteams machten deutlich, dass trotz des hohen Stellenwertes der Fußballabteilung der TuS Naunheim viel mehr zu bieten hat als Fußball. Die Tischtennisabteilung engagiert sich in Kooperation mit der August-Bebel-Schule für die Jugend und kann auf eine hervorragende sportliche Bilanz verweisen, Tanzgruppen bieten vom Gardetanz bis zum Showtanz ein breites  Spektrum. Freizeitvolleyball, Badminton und freie Sportgruppen gehören ebenso zum Angebot, wie Wandern und Turnen für Mutter und Kind. Die Turnabteilung bietet neben den Leistungsturnen Sport für alle Altersgruppen an und erfreut sich großer Beliebtheit.

Die erfreuliche Zusammenarbeit mit der KGN und dem Team Naunheim soll ebenso fortgesetzt werden wie die mit dem SC Niedergirmes im Jugendfußball.

Dank der Verbindung der Jugendarbeit der Stammvereine Niedergirmes und Naunheim im Jugendförderverein Wetzlar 2015 bietet man nun wieder allen Altersgruppen eine Spielmöglichkeit. Durch die Bündelung der ehrenamtlichen Kräfte und der Nutzung der Sportanlagen wurden Engstellen der letzten Jahre entschärft.

Dem Engagement aller Abteilungen, dem Einsatz der Übungsleiter und der ehrenamtlichen Helfer ist es in erster Linie zu verdanken, dass die Mitgliederzahlen sich weiterhin positiv entwickeln. Besonders erfreulich ist, dass 251 Jugendliche im Verein Mitglied sind und man ihnen ein gute sportliche Betreuung bieten kann.

Problematisch gestaltet sich die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit insbesondere im Vorstand. Was wegen der Fülle der Aufgaben und der immer mehr nachlassenden Wertschätzung dieser für den Verein existenziellen Aufgaben nicht wirklich verwundert. Hier wird das große Problem in der Zukunft liegen und es ist erforderlich, dass diejenigen, die sich für solche Ämter bereit erklären, auch zukünftig vor allem die Unterstützung aller Mitglieder, der Ortsgemeinschaft, aber auch der städtischen Gremien erfahren und sich nicht häufig grenzwertiger Kritik ausgesetzt sehen. Trotzdem und gerade deshalb sind vor allem junge Vereinsmitglieder gefordert, sich in die Vorstandsarbeit einzubringen und dem Verein eine Zukunft zu geben. Wer es einmal versuchen will, ist jederzeit  willkommen. Wir bieten gerne und unverbindlich die Möglichkeit, Vorstandsarbeit in seiner ganzen Vielfalt einmal von innen kennenzulernen.

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